underground

Kunstraum Hermann Keller

 

Röhren führen oft ihr eigenes, teils unbekanntes Leben. Woher sie kommen oder wohin sie gehen, bleibt uns verborgen und ist, vor allem nach vielen Jahrzehnten von Umbautätigkeiten, selbst dem Fachmann ein Rätsel.

Das Universum ist, wir wissen es, unendlich. Daher sind auch die Möglichkeiten in diesem Universum unendlich. Es darf uns also nicht wundern, dass, wenn wir unser Ohr an so ein Rohr halten, leise, manchmal kaum wahrnehmbare Stimmen in Chinesisch, Englisch, Suaheli oder aus noch fremdartigeren Sprachen hören. Ich führte vor Jahren ein sonderbares Gespräch mit einem Typen von irgendwo in den hinteren Regionen des Pferdekopfnebels, der gerade mit Arbeiten in einem alten Lagergebäude für Ztnnkuuriups beschäftigt war. Wir unterhielten uns lange, obwohl wir nur die Hälfte von dem verstanden, was der andere sagte.

Ein anderes Mal belauschte ich in einem alten Keller ein Gespräch, das, ich schwörs, in Isländisch gehalten wurde.

 

Wohin diese Rohre auf diesem Bild führen oder woher sie kommen, weiss ich auch nicht. Sie sind im Keller des Kunstraum Hermann in Hochdorf zu finden, und wenn es ganz still ist, hört man darin eine Mädchenstimme singen.

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