Vergangen

Kosmeen

 

Im Garten verwelken die letzten Kosmeen und mir tropfen Regen und Herbst ins Haar.

Die satte Farbe der Blüten täuscht. Das Ende steht bevor. Rosa und Gelb, das letzte Grün und Lila, bevor Grau und Braun und schmutziges Weiss und Grau alles ablösen.

Letzte Farbfotos vor der Schwarz-Weiss-Zeit. Das letzte Mal an den Rosen riechen, den Kosmeen und einigen Spätzündern, die sich hie und da aus dem Unkraut ranken.

 

Unter den Schuhen bildet sich Matsch, der sich mit verrottenden Blättern der Kirschbäume mischt.

Der verwelkenden Kosmee ist das einerlei. Sie ist das Sterben gewöhnt, tut sie es doch alle Jahre wieder von Neuem. Dann spriessen im Sommer die hohen grünen Stängel wieder aus dem Boden und Hummeln und Bienen packen sich die Beine voll mit gelben Pollen.

 

Und dann welken sie wieder. Und hat eine das Glück, dass ich sie fotografiere, dann lebt sie weiter. Einfach so. Zusammenkomprimiert auf 57Megabyte und der Dateinummer SM161015_204_878.dng und zusammen mit Tausenden und Abertausenden anderer Blumen, Bäume, Tiere, Menschen, Berge und Flüsse auf einer silbernen, sich ewig weiterdrehenden Scheibe ...

 

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