Sammeln

Bahnhof Luzern

 

Im Bahnhof. Viel Geschiebe und Geschubse, Gedrängel und Gequengel.

Mehr Leute als meine sonst starken Nerven verkraften – woher kommen die alle, und wieso?

Die Flucht in den Untergrund ist von einer Gruppe Touristen versperrt, Pakistani, glaube ich.

Also Richtung Westausgang. Dort warten drei Gruppen, die Hände an Wägelchen, Rollkoffer und Kindern. Es ist laut und es ist zu. Versperrt. Durchkommen nur mit Gewalt möglich. Ein Ausfall ist also von Nöten und ich hole ein letztes Mal Luft, schaue nach oben zum Himmel und sehe einen Teil Bahnhof, den ich noch nie gesehen habe. Nicht dass ich nun immer raufschauen würde, aber es war es doch wert; ja doch.

Dann aber los. Kamera einpacken, Bajonett aufpflanzen, Doppelknoten an die Schnürsenkel legen und dann: Leb wohl, schnöde Welt!

Doch siehe, als ich gerade meinen Blutdurst geweckt hatte und zum Kampf bereit nach vorne stürmen wollte, zog die ganze Gruppe Richtung Perron ab.

 

Naja, dann eben ein anderes Mal ...

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